Der Alpenkrimi „Mord in der Schickeria“, handelt von einem Mord,  an einem der reichsten Bordellbesitzer des Salzburger Landes, Major Tina Gründlich ermittelt zusammen mit Ihrem Kollegen Sigi im Rotlichmilieu, der auch so einiges zu verbergen hat, geschrieben von Walter Bachmeier.

Inmitten der Idylle des donnernden und rauschenden Krimmler Wasserfälle, die seit Millionen von Jahren ihren Weg von den Gletscher der Venedigergruppe, als kleines Rinnsal bis hin zu den Quellen der Krimmler Ache führte, wird eine Leiche gefunden.

Tina Gründlich, die Major bei der Kriminalpolizei in Salzburg ist, befindet sich in Ihrem wohlverdienten Urlaub, indem sie endlich mal Zeit mit ihren Kindern Thomy und Kathi verbringen möchte. Durch ihren Job, bei der Kriminalpolizei, den Tina sehr ernst nimmt, und auch ein grosses Ansehen sowohl bei Ihren Kollegen als auch bei Ihrem Chef erlangt hat, hat wenig Zeit für Ihre Kinder, und ist gerade dabei einen Gusseisenstuhl, den sie noch mit ihrem Ex-Mann zusammen gekauft hatte, etwas aufzupolieren. Bis das Telefon klingelt, und Sie aus ihrer Arbeit heraus gerissen wird.  Die kleine Kathi bring ihr das Telefon, mit den Worten, das Herr Ernstl Hofrat ihr Chef an der anderen Strippe ist.
Da Tina die beste Ermittlerin ist, die Ernstl hat, bittet er sie, in Ihrem Urlaub einen Fall zu übernehmen, bei dem an den Krimmler Wasserfällen ein Bordelbesitzer auf brutalste Weise ermordert wurde. Nach mehrmaligem Gefluche und aushandeln eines schicken Abendessens in einem edlen Restaurant, nimmt Tina kurzerhand den Fall an, und begibt sich so gleich zum Tatort.
Es ist ein grausiger Tatort, den Tina vorfindet, den Rudi von Gratz, der ermordete Bordellbesitzer, wurde nicht nur gefesselt, sondern ist durch das Abschneiden seines Pimperl und den auftretenden Schmerzen, qualvoll gestorben.

Zusammen mit Ihrem Kollegen Sigi, der auch gleichzeitig ihr Lebensgefährte ist, ermittelt Tina im Rotlichtmilieu. Sie teilen sich die Arbeit auf, und besuchen die einzelnen Etablissements, und erfahren recht schnell die schönen und prunkvollen Seiten eines millionenschweren Bordellbesitzers. Werden aber auch, auf die negativen und verabscheuenden Eigenschaften des Rochlichtmillieubesitzers aufmerksam. Denn dieser ist mit allen Wassern gewaschen, und hat sich an so einigen Mädchen vergangen, die nun mit dem Schicksal und dessen tiefen Wunden einer Vergewaltigung leben müssen. Zwei Mädchen, die nun eine tiefe Leidenschaft und Verbindung prägt, haben durch das Schicksal zusammen gefunden, wollen aber das Wort Rudi und seine Schreckliche Tat nicht mehr in den Mund nehmen und alles am liebsten vergessen. Auch sie geraten in den bisher kleinen Kreis der verdächtigen, wobei sich Sigi und Tina noch am Anfang der Ermittlungen befinden.

Beim besuchen des prunkvollen Anwesens von Rudi von Gratz, ist eher der Schein als das Sein im Vordergrund. Und auch seine Frau, die von den Vergewaltigungen nichts wissen möchte, gerät in den engeren Kreis der verdächtigen. Doch bisher gibt es unzählige Verdächtige, da sich Rudi mit seiner Art, aber auch durch das erpressen von Angesehenen Staatsmännern mit Videoaufzeichnungen in seinen Bordellen, vielen Feinde gemacht hat.
Nach und nach, gerät auch Sigi in den Kreis der Verdächtigen, und erzählt Tina nicht die volle Wahrheit.
Diese Reagiert hysterisch und vollkommen über, als sie erfährt, das Sigi eine Schwester hat, die ebenfalls ein Bordell besitzt, und so wie es scheint, Rudi schon eine längere Zeit sehr nahe und vertraut ist.

Es kommt wie es kommen muss, und Tina, lässt Sigi vom Dienst als ihren Partner suspendieren, und möchte einen neuen Partner zugewiesen bekommen. So trifft sie auf die junge und schöne Bärbel, die die Nichte von Staatsanwalt Hofrad ist.
Die junge Bärbel, befindet sich in Ihrer Laufbahn bei der Polizei zwar noch ganz am Anfang, kann sich aber durch ihren Ehrgeiz und ihr Engagement schnell hocharbeiten und weckt tiefe Gefühle in Tina.
Werden es die erfahrene Major Tina Gründlich und die Anfängerin Bärbel schaffen, den Mord in der Schickeria aufzulösen? Und was verschweigt Sigi, das Tina sich so aufgewühlt ihm gegenüber verhält?

Die Handlung und der Krimi ist sehr spannend geschrieben, da gleich zu Beginn, mit dem Fund der Leiche bei den Krimmler Wasserfällen eingeleitet wird. Und der dortige Fund, ist alles andere, als ein harmloser Mord, der den Kriminalisten einiges abverlangt. Aber auch die Tätersuche, stellt sich als sehr spannend heraus, denn gleich zu Beginn gibt es eine Vielzahl an Verdächtigen, jedoch ein Mangel an Beweisen. Major Tina, die die Hauptperson des Krimis ist, ist von Ihrer Art, ziemlich schwierig, das sieht man auch, wie sie mit Ihrem Chef spricht, aber auch wie entschlossen sie das Kindermädchen Anamirl aber auch Sigi rausschmeißt, und aus Ihrem Leben verband. Tina ist von Ihrer Art eine starke Frau, die sich in Ihrem Beruf, als auch im Privatleben stark und hochgearbeitet hat und sich nicht mehr alles sagen lässt. Durch ihre Zielstrebige und harte Art, gerät sie so maches mal an ihren Chef, an andere Kriminalpolizisten aber auch an Ihre eigenen Grenzen. Ihre Sprunghafte Art ist nicht ganz so einfach nachzuvollziehen gewesen, und dennoch hat sie mir als Ermittlerin gefallen. Ihren Lebenswandel, den sie zum Schluss durchmacht, finde ich Bemerkenswert, das sie ihn so vehement und mit allen Stolpersteinen, die ihr in den Weg gelegt werden, durchmacht. Aber auch ein bisschen unrealistisch, da ich mir ein so sprunghaftes Verhalten und in manchen Situationen, ein eher kindliches Verhalten nicht so richtig vorstellen kann.
Bärbele als eher zartes Blümchen, war das absolute Gegenteil von Tina, und ich könnte mir sehr gut Vorstellen, das sie in vielleicht weiteren Kriminalfällen ein gutes Team abgeben. Sigi, der mir am Anfang recht sympathisch war, aber so einiges zu verbergen hat, und sich am Schluss als für mich wahre Enttäuschung rausgestellt hat, sollte hingegen bei einer Fortsetzung auch nicht fehlen.

Wenn ich mir die Handlung, die einzelnen Personen und den richtig flüssigen und leicht zu lesenden Alpenkrimi nun Revue passiere, fand ich die Geschichte eigentlich richtig spannend und gut geschrieben. Etwas gestört hat mich, vermutlich weil ich es nicht ganz verstanden habe, war der geschriebene Dialekt, den ich nicht immer genau übersetzen konnte. Aber ansonsten finde ich Krimis mit Dialekt, interessant und mal etwas anderes.
Vielleicht gibt es ja bald eine Fortsetzung des Alpenkrimi, Gründlich ermittelt, den ich mit Sicherheit auch wieder lesen werde.